Wer an einer von ZAPe betriebenen Ladestation lädt, kann in vielen Fällen einfach die bereits vorhandene Ladekarte oder Lade-App nutzen. Möglich wird dies durch die Anbindung unserer Ladestationen an die Plattform von Road – bekannt durch die Marke E-Flux by Road – und deren umfangreiches europäisches Roaming-Netzwerk.
Roaming funktioniert ähnlich wie beim Mobiltelefon: Ein Fahrer besitzt einen Vertrag mit einem Mobilitätsanbieter beziehungsweise eMobility Service Provider (eMSP), kann seine Ladekarte aber auch an Ladestationen anderer Betreiber – sogenannter Charge Point Operators (CPO) – verwenden.
Während des Ladevorgangs werden im Hintergrund unter anderem folgende Informationen ausgetauscht:
Road übernimmt dabei die technische Kommunikation, die Verarbeitung der Transaktionsdaten sowie – abhängig vom jeweiligen Partner – die Abrechnung zwischen den beteiligten Unternehmen.
Nach dem aktuell veröffentlichten Stand bietet unsere Partner Road beziehungsweise E-Flux by Road:
Damit gehören die über ZAPe (Road) verwalteten Ladestationen zu einem der größten Roaming-Ökosysteme Europas. Aktuelle Road-Roaming Übersicht
Die zuletzt von ZAPe (Road) separat für Österreich veröffentlichte Angabe nennt mehr als 13.000 zugängliche öffentliche Ladepunkte. Dazu gehören unter anderem Stationen folgender Betreiber:
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Welche einzelne Ladestation tatsächlich verfügbar ist, lässt sich jeweils aktuell in der E-Flux-by-Road-App beziehungsweise in der App des verwendeten Ladekartenanbieters prüfen. Informationen von ZAPe by Road zum Laden in Österreich
Road nennt derzeit 38 Ladekarten- und Roaming-Anbieter, denen Zugang zu einer über die Plattform verwalteten Ladestation gewährt werden kann:
Allego, Argos, BLINK, BP, Chargeit, Coolblue, Digital Charging Solutions, DKV, Ecotap, EnBW, Eneco, EVBox, FLOW Charging, GreenFlux, Justplugin, Kuster Energy, Ladenetz.de, Last Mile Solutions, Leap24, MKB Brandstof, MobilityPlus, Modalizy, Moobi, MultiTankcard, NXT, Porsche, Q8, ServiceHouse, Shell Recharge, Shuttel, Tango, Trafineo, Travelcard, Total, Vandebron, Vattenfall, Vissers und XXImo.
Hinter einzelnen Plattformen stehen wiederum zahlreiche Marken. Digital Charging Solutions betreibt beispielsweise White-Label-Ladelösungen für verschiedene Automobilhersteller. Dadurch ist die tatsächliche Zahl der verwendbaren Ladekarten und Apps wesentlich größer als die Zahl der direkt genannten Vertragspartner.
Die konkrete Freischaltung und der Endkundentarif können je nach Standort, Ladekartenanbieter und bestehender Roaming-Vereinbarung abweichen.
Bilaterale Roaming-Vereinbarungen
Bei einer bilateralen Vereinbarung schließen ein Ladepunktbetreiber beziehungsweise dessen Plattformanbieter und ein Mobilitätsanbieter einen direkten Vertrag. Beide Systeme werden beispielsweise über das offene OCPI-Protokoll miteinander verbunden.
Direkte Verbindungen bieten mehrere Vorteile:
Der Nachteil ist der hohe Aufwand: Jeder neue Partner benötigt einen eigenen Vertrag, eine technische Integration, Tests sowie eine laufende Überwachung. Bei vielen hundert potenziellen Partnern lässt sich dieses Modell nur schwer skalieren.
Welche Aufgabe haben Clearing-Houses und Roaming-Hubs?
Roaming-Hubs beziehungsweise Clearing-Plattformen verbinden viele Ladepunktbetreiber und Mobilitätsanbieter über eine zentrale Schnittstelle. Zu den wichtigsten europäischen Plattformen zählen Hubject, GIREVE, e-clearing und Enapi. Road nennt für das E-Flux-Netzwerk aktuell ausdrücklich die Anbindungen an Hubject, GIREVE und e-clearing.
Statt mit jedem Anbieter eine eigene technische Verbindung aufzubauen, ermöglicht eine einzige Hub-Anbindung den Zugang zu zahlreichen weiteren Netzen und Ladekarten. Die Plattform übernimmt beziehungsweise unterstützt dabei:
Diese Infrastruktur vereinfacht das europaweite Laden erheblich, verursacht jedoch zusätzliche Kosten für technische Verarbeitung, Datenübertragung, Verträge und Abrechnung. Road über die Struktur des europäischen Roamings
Warum kann Gastladen mehr kosten?
Der Preis, den ein Gast an einer Ladestation bezahlt, muss nicht mit dem direkt vom Ladepunktbetreiber veröffentlichten Tarif identisch sein. Der endgültige Preis wird grundsätzlich durch den Vertrag des Fahrers mit seinem Ladekartenanbieter bestimmt.
Zusätzlich zum Ladetarif können – abhängig vom Anbieter – folgende Kosten entstehen:
ZAPe by Road berechnet aktuell für bestimmte Ladevorgänge, die über Hubject, GIREVE oder e-clearing abgewickelt werden, eine Roaming-Hub-Bearbeitungsgebühr von 0,40 Euro netto pro Ladevorgang. An Ladepunkten, die direkt über die E-Flux-Plattform angebunden sind, fällt diese spezielle Hub-Gebühr nicht an. Aktuelle Erläuterung der Road-Hubgebühren
Deshalb empfehlen wir, den jeweils gültigen Preis vor Beginn des Ladevorgangs in der App oder im Kundenportal des verwendeten Ladekartenanbieters zu kontrollieren. Eine andere Ladekarte, eine direkte Ad-hoc-Zahlung per QR-Code oder die Zahlung am Kartenterminal kann im Einzelfall günstiger sein.
Für ZAPe bedeutet Roaming vor allem Komfort für Gäste und eine bessere Auslastung der Ladeinfrastruktur. Fahrer benötigen keine zusätzliche Registrierung und können vielfach ihre bereits vorhandene Ladekarte verwenden. Gleichzeitig bieten direkte Ad-hoc-Zahlungsmöglichkeiten eine Alternative für Nutzer ohne Roaming-Vertrag.
So verbinden wir hohe Verfügbarkeit mit Wahlfreiheit: Der Gast entscheidet selbst, ob er über seine Ladekarte, eine App oder direkt an der Ladestation bezahlt.
Stand der Informationen: 25. August 2026. Roaming-Partnerschaften, Ladepunktzahlen und Tarife werden laufend erweitert beziehungsweise angepasst.